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Knarrend und ächzend öffnete sich das alte Garagentor. Im Halbdunkel konnte man eine Menge alten Gerümpels erkennen. Doch erst nachdem wir Einiges von dem alten Kram zur Seite geräumt hatte, konnte man es erst schemenhaft, dann jedoch immer besser erkennen: Bald würde es wummern, es würde scheppern , es würde unheimlich laut sein, und ich wäre
sein Meister: Ein Schlagzeug!
Auf dem Lenker meines Fahrrades balancierte ich, der Gravitation von Mutter Erde trotzend, die Bassdrum, gefüllt mit dem Wenigen an Zubehör was da war, nach Hause.
Jetzt war es MEINS!
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Als Rocker noch lange Haare hatten
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R Ü C K B L E N D E:
(Jetzt kommt erst die Überschrift):
Wie aus dem kleinen Bömme ein Schlagzeuger wurde
Mein Erstkontakt mit Musik im weiteren Sinne war sicherlich der Umstand, dass mein Vater ein Hobby-Musiker war. Er spielte in einer Tanzkapelle auf Hochzeiten und anderen Festen.
Das fand ich zunächst nicht besonders spannend, wichtig wurde das nur, wenn eins von uns Kindern mit zum „Aufbauen“ fahren durfte. Tonnenschwere Lautsprecherboxen mussten mit reiner Muskelkraft bewegt werden, und manchmal, wenn wir spät dran waren, dann stand da schon das Schlagzeug, beeindruckend, groß und nur von den verwegensten Menschen zu zähmen.
Eines Abends, als meine Eltern feiern waren, stand das ganze Musiker-Zeug nach einer Probe bei uns rum. Da habe ich, so gut es eben ging, das Schlagzeug aufgebaut und versucht, dem Ungeheuer ein paar akzeptable Rhythmen zu entlocken. Vergebens! Nur der Nachbar war Zeuge und Spielverderber zugleich. Doch das Fieber war geweckt.
In der Schule sponnen ein paar Freunde und ich uns eine Band zusammen. Der eine, Michael, hatte eine Gitarre, elektrisch, mit Verstärker, spielen konnte er sie nur mal gerade eben so.
Der andere, Jörg, wollte „Lead-Gitarrist“ werden, hatte aber noch nie eine Gitarre in der Hand gehabt. Und ich war der Schlagzeuger, klar.
Nur ein Schlagzeug musste noch her. Michael kannte einen, der eins in der Garage stehen hatte. Wir fuhren hin, ich hatte das ganze Konfirmationsgeld, das noch übrig war, in der Tasche, und schon kurze Zeit, nachdem sich das Garagentor knarrend und ächzend öffnete (siehe oben), war das perlmuttfarbene, vergilbte, alte, unvollständige Schlagzeug meins!
Es hat mich die ganzen 120 Mark gekostet, die ich damals besaß, ich war also völlig Pleite, aber wenn sich alles so entwickeln würde, wie wir uns das damals dachten, dann würden wir bald im Geld schwimmen, reich sein wie die Beatles, und noch berühmter!
Jörg hatte immer noch keine Gitarre, aber `ne große Klappe, und so musste er noch vor unserem großen Durchbruch seinen Hut nehmen.
Michael und ich haben ca. 1 ½ Jahre lang in einem Probenraum hinter dem Haus rumgerödelt. Viel ist dabei nicht rausgekommen.
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Dann, eines Tages, war ich mal wieder in dem Schallplatten- und Musikgeschäft in Emden unterwegs und hörte zufällig, wie ein mir lose bekannter Jugendlicher namens Karsten mit dem Verkäufer über Gitarren sprach. Auch ich war Karsten schon mal aufgefallen, allerdings nicht durch irgendwelche musikalischen Sachen, sondern mehr dadurch, dass ich auf dem Emder Stadtfest mit einem skeletierten Rehschädel auf der Stirn rumlief. Das folgende Gespräch, das sich entwickelte, war ungefähr so:
Bömme: (Tipp, Tipp auf die Schulter von Karsten) „Spielst Du inner Band?“
Karsten: „Ja.“
Bömme: „Habt ihr schon einen Schlagzeuger?“
Karsten: „Nein.“
Bömme: „Jetzt schon.“
Na, ja, die „Band“, das waren Karsten und Eike, und beide spielten Gitarre, und Karsten sang, so gut es ging. Und nun war ich da. Das lief mit der Zeit immer besser, aber irgendwie fehlte was. Der Bass! Zuerst kam Thorsten dazu, noch ein Gitarrist, dann wechselte Karsten nach langem Zögen zum Bass, Eike blieb irgendwann zu Hause und unsere Band nannte sich „Main Street“. Mit Auftritten in Schulaulas, auf irgendwelchen Feten und so weiter.
Schon beim zweiten Auftritt, auf dem Sommerfest eines Jugendzentrums in der Nähe, hatten wir Star-Allüren: Thorsten zertrümmerte, nachdem der die deutsche Nationalhymne „gespielt“ hatte, die E-Gitarre, die ich ein paar Tage vorher für 2,00 Mark (sic.) gekauft hatte!
Das fanden wir total klasse. Als angehender Star machte man das so.
Die Tage kamen und gingen, „Main Street“ löste sich auf, kam wieder zusammen, und verschwand letztlich im dunklen Nebel der Geschichte. Karsten jedoch blieb. Bass und Schlagzeug, das Rückgrat jeder Rockband, da muss doch was zu machen sein.
Dann kam Stefan. Der hatte Pläne! Mit Karsten und mir, dazu noch einem Keyboarder, der das Instrument leider auch nur leidlich beherrschte, wollte er ganz nach oben (und ich glaube, das will der immer noch!). Wir probten wochenlang, und eigentlich waren wir gar nicht mal so schlecht, doch der ganz große Erfolg blieb aus und die Stimmung wurde immer schlechter.
Irgendwann hing am Eingang unseres Probenraumes eines Tage ein Zettel: „Zwei Gitarristen suchen Bass und Schlagzeug für Heavy-Band. Keine Anfänger - keine Müslis“
Das war doch was für Karsten und mich! Wir riefen an, und es kamen Ulli und Lutz.
Es kamen und gingen viele, Lutz blieb! Und wo hat mich das hingeführt ……?
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Hey, wir sehen uns beim nächsten GIG, oder sagen wir besser: WIR HÖREN UNS DAAAAAAAAAAAAA !!!!!!!!!!!
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